Kosmetikstudio und Hypnosepraxis

Stadien der Hypnose / Hypnosetiefe

Da die Hypnose kein einheitlicher Zustand ist, ist es schwierig, verschiedene Stadien oder Tiefen der Hypnose pauschal zu

bestimmen. Die Hypnose einfach in grobe Schubladen zu stecken geht nicht, denn sie ist deutlich komplexer als dass man sie
einfach nur in leicht, mittel und tief unterteilen könnte.

In der Literatur finden sich häufig veraltete und zum Teil auch schlichtweg falsche Erklärungsmodelle, die noch aus Zeiten 
lang vor der modernen Gehirnforschung stammen und in ihrer einfachen Form heute nicht mehr haltbar sind. Moderne 
Hypnosetherapeuten versuchen deshalb, ein neues Verständnis für die Hypnose und ihre unterschiedlichen Ausprägungsformen 
zu schaffen.

Hypnosetiefe:

Laien glauben häufig, dass man die Tiefe der Hypnose anhand körperlicher Entspannung oder Bewusstlosigkeit bestimmen kann. 
Das ist so aber nur bedingt richtig und trifft nur auf bestimmte Trancearten zu. Entscheidend für die Wirkungsintensität einer 
Hypnose ist vor allem, dass diejenigen Bereiche des Gehirns aktiviert sind, die für die gewünschte Anwendung erforderlich sind. 
Ob der Klient dabei entspannt oder sein Bewusstsein eingeschränkt ist spielt nur dann eine Rolle, wenn dies für die Anwendung 
konkret benötigt wird.

Da es sehr schwer messbar ist, in welcher Art von Trance der Klient sich in einer Sitzung befunden hat, sind im hypnotischen 
Sprachgebrauch folgende drei Grobeinteilungen für die Trancetiefe üblich.

  • leichte Trancetiefe (der Klient war etwas entspannt, hat aber nichts außergewöhnliches Gespürt)
  • mittlere Trancetiefe (der Klient hat deutlich gespürt, dass etwas "anders war", war aber noch bei Bewusstsein)
  • tiefe Trance (der Klient war ohne Bewusstsein) - bewusstlos verbindet man ehr mit etwas medizinischen, negativen, 
    ich würde liebe ohne Bewusstsein schreiben

Es wird an dieser Stelle aber noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass diese "Tiefen" nicht über Wirksamkeit oder 
Wirkungslosigkeit entscheiden sondern lediglich das Empfinden des Klienten während der Trance beschreiben.

Viele Hypnotiseure glauben, dass sich die Wirksamkeit der Hypnose mit wachsender "Trancetiefe" steigert, dass die 
Hypnose also umso besser wirkt, je "tiefer" und bewusstloser der Klient in Trance ist. Leider ist aber häufig genau das 
Gegenteil der Fall: Je tiefer die Trance ist, desto mehr Gehirnareale gehen in eine Art Schlafzustand über, in dem 
Sie auf Suggestionen nicht mehr reagieren und desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Suggestionen des Hypnotiseurs 
die gewünschte Wirkung erzielen. Statt Trancetiefe ist es deshalb sinnvoller von Tranceintensität zu sprechen und damit 
nicht die Schläfrigkeit des Klienten zu beschreiben, sondern seine Fähigkeit zu einer gewünschten Veränderung.